Der Werbebrief behauptet sich

Dem Onlinetrend zum Trotz erfreuen sich volladressierte Werbesendungen steigender Beliebtheit. Unternehmen investierten insgesamt 8,8 Milliarden Euro (2015) und damit 200 Millionen Euro mehr in dieses Medium als im Vorjahr. Damit gehört die volladressierte Werbesendung zu den Gewinnern im deutschen Werbemarkt. Anzeigen sind zwar immer noch das beliebteste Medium mit 10,8 Milliarden Euro Gesamtetat, aber auch der größte Verlierer mit 500 Millionen Euro Budgetkürzung. Das ist ein Ergebnis des Dialog Marketing Monitors 2016 der Deutschen Post, für den das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest 2.623 Marketingentscheider zu ihren Werbeaktivitäten und Budgets befragt hat.

Volladressierte Mailings waren 2015 auch das Werbemedium mit dem größten Nutzerzuwachs (+83.000 Unternehmen). Als Gründe für die Nutzung haben Unternehmen die Möglichkeit des zielgruppenspezifischen Versands, die Eignung für Kundenbindung und die hohe Kundenakzeptanz genannt.

„Das physische Dialogmarketing genießt eine hohe Akzeptanz und hat nicht digitalisierbare Stärken wie die Multisensorik, der sich Unternehmen – einschließlich der rein digitalen – zunehmend bewusst werden. Das zeigt auch der aktuelle Dialog Marketing Monitor“, so Thomas Hauck, Executive Vice President bei der Deutschen Post, verantwortlich für Dialogmarketing, Identitätsmanagement und Digitale Produkte. „Dennoch muss die Anschlussfähigkeit des physischen Dialogmarketings an die digitalisierte Marketing-Welt sichergestellt werden. Die Lösungen der Deutschen Post schlagen die Brücke zwischen der digitalen und physischen Werbewelt und ermöglichen unseren Kunden damit ein kanalübergreifendes 360-Grad-Marketing.“

Insgesamt sind die Ausgaben für Werbung erstmals seit Jahren wieder gestiegen (+0,6 Prozent). Die Gesamtaufwendungen für Werbemaßnahmen lagen 2015 damit bei 48,3 Milliarden Euro. Das Plus verdankt der Werbemarkt dem Dialogmarketing. In Summe gaben die Unternehmen für Dialogmedien 21,3 Milliarden Euro und damit 300 Millionen Euro mehr aus als im Vorjahr. Die Ausgaben für Klassikmedien blieben unverändert bei 27,1 Milliarden Euro.

Von dem Anstieg der Werbeausgaben konnte auch das Onlinemarketing profitieren, die Aufwendungen stiegen um 300 Millionen Euro auf insgesamt 7,4 Milliarden Euro. Fast jedes zweite Unternehmen platziert seine Werbebotschaften in der digitalen Welt. Das beliebteste Instrument unter den Onlinemedien bleibt weiterhin das E-Mail-Marketing mit einem Anstieg um 8 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro.

Weiteres Ergebnis des Dialog Marketing Monitors: Die Verknüpfung unterschiedlicher Medien bleibt immer noch die Ausnahme. Nur jedes vierte Unternehmen stimmte seine Werbemedien inhaltlich und zeitlich aufeinander ab, um die Gesamtwirkung seiner Werbung zu erhöhen. Dabei war die Verknüpfung von volladressierten Werbesendungen mit Anzeige und Plakat die häufigste Medienkombination bei kanalübergreifenden Kampagnen.

Weitere Infos unter www.dpdhl.com/de